Archiv für September 2008

Radio im Kalten Krieg

September 29, 2008

Kalter Krieg im Radio

Nach dem Ende des Hitler-Reiches wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt. Doch Berlin wurde auch in Sachen Informationsbedarf der Berliner in Ost und West aufgeteilt. Für den Osten -sowjetischer Sektor war „Rundfunk Berlin“ zuständig. RIAS war das amerikanische Sprachrohr an die Bürger des West-Berlins.

Auf beiden Seiten wurde Medienpopaganda -wie im 21. Jahrhunderts- betrieben. Sowohl RIAS als auch der Rundfunk Berlin haben die Menschen unterhalten. RIAS spielte schon Rock, Pop und hat eine schöne Unterhaltung geboten. Im Gegensatz wurde auf dem Hörfunk Rundfunk Berlin nur pro sowjetische Programme betrieben.

Dadurch haben sehr viele Hörer im Osten auf die Wellen des RIAS umgeschaltet. Die Sowjets haben angefangen sog. Störsender  eingesetzt.

Die ganze Geschichte des Radios im Kalten Krieg unter http://www.kalter-krieg-im-radio.de .

„Familie Putin“

September 23, 2008

Ronald Reagen war der brillanteste US-Präsident das die Welt je gesehen hat. Mit seiner Strategie „Aufrüstung der US-Streitkräfte erzeugt in der Sowjetunion eine Abrüstung“ hat funktioniert.

Nach den Wodka-Jahren mit Boris Jelzin kam Russland mit dem neuen -ehemaligen KGB-Mann- Wladimir Wladimirowitsch Putin zu neuen kräften. In Russland träumen immer noch mehr als eindrittel der Einwohner Russland vom neuen Sowjetunion. Das sind nich grade junge Leute aber auch langsam können sie sich auch mit dem „Eisernenvorhang“ erfreuen. Selbst der Ex-Präsidenten -jetzt Premierminister-  Putin nannte den Zusammenbruch der Sowjetunion eine Geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Alleine dieser Satz sagt sehr viel über die Führungsweise von Putin.

„Familie -rus. Semja“ nannte man den engsten Kreis des verstorbenen Präsidenten Boris Nikolaiwitsch Jelzin.  Zu der Familie gehörte auch der Milliarder und Desident Boris Beresowski, der in den letzten Jahren vor der Machübergabe an Putin an Jelzins Seite war. Genau dieser Beresowski sah in Putin einen aufsteigenden Stern am russischen Politikhimmel. Doch sein Projekt „Putin“ wurde gestört, weil Wladimir Putin sich nicht von Beresowski steuern lassen wollte -wie Beresowski Jelzin steuerte.Doch Beresowskis Fernsteuerung des KGB-Mannes Wladimir Putin ging schiff, weil Putin schnell seine Familie aufbaute und Beresowski wurde zum Feind der „Familie“ Wladimir Wladimirowitsch Putin.  Putin nahm die Zügel selber in die Hand und lenkte -lenkt- die Firma (so sieht Putin Russland) nach seinen Wünschen.

Leider hat der Westen verschlafen auf Putins Aggressive Führung zu reagieren. Selbst nach dem Zerfall des Hauptfeindes der „Familie Putin“ des Ex Yukos Chefs und Milliardären Michail Chodorkowski -sein erster Hauptfeind wird für immer Boris Adamowitsch Beresowiski- hat der Westen nur leich aufgehusten, nicht mehr!

Im August dieses Jahres könnte der schon  könnte Michail Chodorkowiski frei kommen, weil seine Anwälte -allen voran Juri Schmidt- auf eine Vorzeitige Haftentlassung plädiert haben. Doch daraus wurde nicht und Chodorkowski muss weiterhin im kalten sibirischen Tschita  verweilen. Wann und ob er rauskommt ist fraglich -besser gesagt das liegt in der Hand verschiedener Leute. Seine Mutter Maria Chodorkowskaja die im Juli einen offenen Brief in der Kremlkritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ mit den Worten „Mein Mann und Ich begehen im Oktober 08 unseren goldenen Hochzeitstag, dacher bitte ich sie meinen Sohn Mischa vorzeitig zu entlassen“, seine Mutter wurde nicht erhört.

Moskau Rüstet auf und Washington macht eine schwere Finanzkrise durch, ob wieder wir so glimpflich davon kommen -wie unter Reagen/Gorbatschow ist zu hoffen.

Dmitri Rogosin (NATO-Botschafter, Russland) bei Radio Echo Moskau

September 22, 2008

Michails Waisenhaus

September 20, 2008

Zum Imperium von Ex-Oligarch Chodorkowskij gehört ein Internat – jetzt leitet es seine Mutter

Der Kreml hat ihr den Sohn weggenommen, und auch um ihre 180 anderen Kinder muss sie sich sorgen. „Ich lebe immer in Angst vor einer Schließung, jetzt in den Sommerferien war sie besonders groß“, sagt Maria Chodorkowskaja. Die 74-jährige Rentnerin ist die Mutter von Michail Chodorkowskij. Einst war er Russlands reichster Mann, bis er Wladimir Putin herausforderte und  2003 ins Gefängnis kam. Seiner Mutter vertraute der gestürzte Oligarch die Kinder an: Junge und Mädchen ohne Eltern oder aus sozial schwachen Familien, die in einem Internat leben. Chodorkowskij hatte es 1993 in Korallowo, gut 50 Kilometer nordwestlich von Moskau, gegründet und finanziert es trotz Haft weiter.

Bis heute gehen Maria Chodorkowskaja die Szenen nicht aus dem Kopf. „Es war ein bisschen wie im Krieg“, erinnert sie sich: Als der Staat 2003 die Attacke auf Yukos, den Ölkonzern ihres Sonnes, startete, kamen plötzlich Männer in Kampfuniform und mit Kalaschnikows in die Schule.

„Wir haben Kinder aus Kriegsgebieten, die noch unter Traumata leiden, die hatten hier endlich Ruhe gefunden.Als sie die Uniformen und die Waffen sahen, kam der alte Schrecken wieder hoch, ein Junge wurde depressiv“, berichtet Chodorkowskaja mit leiser Stimme. Die Schule mitsamt Grundstück wurde formel vom Gerichtsvollzieher beschlagnahmt, weil sie Yukos gehörte.

Auch wenn die Schikanen in den vergangenen Jahren nachgelassen haben, die Angst ist geblieben. Die Schützlinge zwischen elf und 18 Jahren leben in dem Internat mit Erziehern in einem halben Dutzend Neubauten. Ein Vorzeigeprojekt in einem Land, in dem Waisenhäuser oft üble Verwahranstalten sind.

„Mein Sohn hatte die Erzählungen seines Vaters im Kopf; der war Kriegswaise, sah seine Mutter kaum, weil sie immer arbeiten musste“, erzählt Chodorkowskaja. Michail habe anderen Kindern helfen wollen, die ein ähnliches Schicksal teilten. Vater Boris Chodorkowskij hat die Inhaftierung seines Sohnes körperlich sehr zugesetzt, der 75-Jährige zuckt ununterbrochen mit dem Kopf. „Das Internat ist ein Spiegel der Tragödien unseres Landes“, sagt er. „Wir haben hier 29 Kinder, von denen viele durch die Geiselnahmen in der Beslan-Schule und im Moskauer Dubrowka-Theater zu Waisen geworden sind. Jetzt warten wir auf Kinder aus Südossetien.“

300 Bewerbungen für die Schule gab es dieses Jahr, bei 50 freien Plätzen. „Mein Sohn wollte hier ein ganzes Städtchen mit solchen Internaten errichten, für 1000 Kinder“, erzählt Boris Chodorkowskij und zeigt auf das riesige Feld neben dem Schulgebäude, den Kopf immer in nervöser Bewegung. Die Pläne hätten bereits in der Schublade gelegen. Dann kam der Staat und zerschlug Yukos. Sohn Michail hatte den Konzern einst mit zwielichtigen Methoden privatisiert — wie die meisten russischen Superreichen. Doch Chodorkowskij machte Yukos zum Vorzeigeunternehmen mit sozialem Engagement bis hin zum Internat. Nachdem er Putin kritisiert und der Staatsfirma Rosneft, die Putins Vertrauter Igor Setschin kontrolliert, Korruption vorgeworfen hatte, wurde er nach einem von vielen Beobachtern als Schauprozess bezeichneten Verfahren im Jahr 2005 zu acht Jahren Haft verurteilt — unter anderem wegen Steuerhinterziehung. Der Großteil seines Konzerns ging weit unter dem Marktwert an Rosneft, das Unternehmen des Putin-Mannes.

Im ersten Stock des Internats hängen Bilder aus einer anderen Ära an der Wand. Sie zeigen Chodorkowskij an der Seite von US-Präsident George W. Bush. Heute sitzt er 6152 Straßenkilometer entfernt in Tschita, unweit der chinesischen Grenze, obwohl ein Gesetz vorschreibt, dass Häftlinge ihre Strafe in ihrer Heimatregion verbüßen sollen. Er lebt in einer modrigen 2-Mann-Zelle, durch deren winziges Fenster kaum Licht fällt.

„Die Wärter verbieten ihm, zum Lesen näher ans Fenster zu gehen, er darf nur am Tisch sitzend mit dem Gesicht zum Guckloch lesen. Dabei sieht er ohnehin schon so schlecht“, klagt Marina Chodorkowskaja. „Sie stecken ihm schon mal Mithäftlinge mit Infektionskrankheiten in die Zelle, absichtlich. Er hat Flecken im Gesicht, weil er seit zwei Jahren die Sonne nicht gesehen hat. Zuletzt musste er wieder drei Tage in den Karzer, ein Kellerloch. Angeblich war der Deckel des Wassereimers in seiner Zelle nicht sauber, und beim Hofgang soll er die Hände nicht auf dem Rücken verschränkt gehalten haben.“ Ein Mithäftling des gestürzten Oligarchen erklärte nach seiner Freilassung, dass ihn die Gefängnisleitung erpresst hatte: „Wenn du nicht gegen Chodorkowskij aussagst, kommst du nicht vorzeitig frei.“

„Das Ganze ist ein Albtraum“, klagt die Mutter, sie spricht von Demütigungen und Erniedrigungen. Ihr Mann fällt ihr schließlich ins Wort: „Rede von etwas Anderem, du darfst dich nicht aufregen!“ „Wie soll ich mich nicht aufregen?“, schluchzt Marina zurück. „Als Medwedew Präsident wurde, hatte ich für kurze Zeit etwas Hoffnung. Umsonst. Alles ist geblieben, wie es war.“

Marina Chodorkowskaja hat in diesen Tagen nur einen Wunsch: „Als ich voriges Mal die sechseinhalb Stunden zu meinem Sohn flog, haben sie uns einfach statt der drei Stunden Besuchszeit, die uns zustehen, nur eine gegeben. Ich hoffe, nächsten Monat werden es drei sein.“ Drei Stunden werden sie in einem winzigen Zimmer sitzen, am Tisch mit einem Wärter. Der passt auf, dass sie sich nur über Priva-tes unterhalten und sich nicht berühren. Es ist Mutter und Sohn nicht gestattet, einander die Hände zu reichen.

Mit bestem Dank für die Erlaubnis den Artikel in meinem Blog zu veröffentlichen an Boris Reitschuster,Focus Moskau.

Finanzkrise trifft Russland

September 19, 2008

Mit der Finanzkrise hat Russland seine Abhängigkeit von dem Westen erkannt. Wie ein Geschwür ist der Finanzmarkt in Russland gewachsen. Zwei Tage lang blieb die Börse zu und mit der heutigen Eröffnung ist noch nichts überlebt.

Kaukasus-Krieg hat dazu geführt das ausländisches  Kapital aus Russland größtenteils aus Russland verschwunden ist.

Russland muss mit dem Westen kooperieren sonst bricht der russische Finanzmarkt ein oder gar verschwindet ganz.

Aber auch der Westen -besonders Amerika-  muss Russlands Politik dulden. Rice warnt gar vor der „schrecklicken russischen Politik“.

Diese Schreckszenarien müssen auf beiden Seiten aufhören. Respekt heisst das magische Wort nicht nur zwischen Menschen sonder auch auf diplomatischer Ebene.

Russlands Präsident Dmitri Medwedw hat in den staatlichen Sendern  die guten Geister über Russland beschören mit den Worten „Amerika hat Finanzprobleme, wir haber haben keine“. Das war die Taktik Russlands auch unter dem jetzigen Ministerpresidenten Wladimir Putin.

Global und nicht Mono heisst die Devise.

Orange Koalition ist beendet

September 16, 2008

Die Orange Koalition in der Ukraine ist mit dem heutigen Beschluass endgültig beendet. Das Koalitionsbündnis bestand zwischen den Parteien Nascha Ukraine (Viktor Jutschenko,Präsident), Selbstverteidigung des Volkes (zusammengeschlossen mit Nascha Ukraine, Juri Luzenko – Innenminister) und Block Julia Timoschenko -BJT- (Julia Timoschenko, Ministerpräsidenten).

Sollten in 30-Tagen keine Koalitionspartner gefunden werden, dann setzt der Präsident Neuwahlen an.

Die Möglichen Kombinationen der Koalition sind Block Julia Timoschenko/Partei der Regionen (Viktor Janukowitsch).

In der Ukraine geht es nicht weniger als um die Frage in welche Richtung die Ukraine gehen soll. Europa oder Russland. Russland versucht den Einfluss in Kiew zu vergrößern, dabei ist Russland bekanntlich jedes Mittel recht.

Viele Politik-Experten sagen folgendes:“Ukraine ist demokratisches Land, und diese Reibereien sind ganz normal.“

Meine Meinung ist: Ukraine muss sich zwischen Nationalisten und Liberalen entscheiden. Wer gewinnt ist nicht abzusehen.